Vaugarten – Studentisches Wissen trifft Nachhaltigkeit trifft Gartenlust

Das Freiburger Ökoviertel Vauban ist seit Ende 2014 um ein tolles Nachhaltigkeitsprojekt reicher – ich war letzte Woche dort: der Vaugarten, ein urbaner Garten im Studierendendorf Vauban. Dort werden aber nicht nur Tomaten, Auberginen und Bohnen angepflanzt, sondern Biomüll recycelt und genutzt, mithilfe von Bokashi-Fermentation.

Dieses Pilotprojekt entstand durch Clemens Wulf, Student der Umweltnaturwissenschaften (Kontakt: clemens.wulf@posteo.de). Es störte ihn, dass in dem Studierendendorf der Biomüll nicht getrennt werden konnte. Studentisches Wissen trifft Nachhaltigkeit trifft Lust auf konkrete Veränderung und Gärtnern: Ein gewonnener Recyclingwettbewerb hat Früchte getragen (Link zum Blog des Studierendenwerks), das Studierendenwerk Freiburg hat das Bioabfall-Recycling-System für ein halbes Jahr genehmigt, das Institut für Bodenkunde der Uni Freiburg macht Begleitforschung und 25 Wohngemeinschaften wandeln ihren Biomüll nach und nach in fruchtbaren Boden um. Der Vaugarten arbeitet dabei eng mit dem Gemeinschaftsgarten Wandelgarten Vauban zusammen, der ebenfalls mit Bokashi arbeitet und die Bio-Abfälle lokaler Betriebe umwandelt (Link zum Wandelgarten Vauban).

Nach mehreren Basteltreffen hatte der Vaugarten Hochbeete und Liegen, einen Blumenturm und ein Insektenhotel. (Link). Jetzt, im August, reifen in diesem gar nicht so kleinen Garten Tomaten und Zucchini, Physalis, Auberginen und Bohnen (Ortsbeschreibung).

Zu wünschen und erträumen ist, dass das Projekt Biorecycling mit Bokashi in Studi-WGs so erfolgreich verläuft, dass es als Pilotprojekt nicht nur die anderen Studierendenwohnheime Freiburgs, sondern andere Wohnheime und Studierendenwerke inspiriert und aus Bio-Abfall fruchtbarer Boden und selbstgezogenes Gemüse gewonnen wird!