Urbane Bienen und Saatgut – zwei Exkursionen in einer

Es gibt so viele spannende Projekte in und um Freiburg, dass es kaum möglich ist, sie alle zu kennen. Von zweien hatte ich schon viel gehört, also habe ich mich bei Exkursion „Auf den Spuren regionaler Erzeugnisse II“ von aiforia (Link) und den Agronauten (Link).

Auf ging es zuerst zur Bienencoop, der bundesweit ersten Kooperative, die nach Prinzipien des Solidarischen Wirtschaftens auf öffentlichen Flächen Honigbienen hält und Wildbienen pflegt (Link), analog zur Community Based Agriculture (CSA) nennt sie sich auch CSB (Community Based Beekeeping).

Weiter ging es, mit meinen Kindern im Schlepptau, zum Kaiserstühler Samengarten in Eichstetten am Kaiserstuhl (Link). Die Stiftung Kaiserstühler Garten versteht sich als regionale Antwort auf die zunehmende Privatisierung von Saatgut und den Verlust der Artenvielfalt bei Kulturpflanzen. Der öffentliche Schaugarten zeigt anschaulich, wie Pflanzen ohne Düngung und Pflanzenschutzmittel wachsen und produziert gleichzeitig Hunderte Sorten samenfestes Saatgut. Für gewöhnlich wird auch nicht gegossen, was einer natürlichen Auslese entspricht. In den vergangenen heißen Wochen im Juli und August musste jedoch gegossen werden, da die Pflanzen sonst schlicht eingegangen wären. Warum Sojabohnen für unsere Ernährung viel wichtiger sind als Tomaten, wie Kalebassen wachsen und warum köstliche Tomatensorten wie die Berner Rose niemals in Supermärkten angeboten werden, haben wir bei der informativen und sinnlichen Führung erfahren.